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Gesichter derselben Münze? Erhaltung der biologischen Vielfalt und des Extraktivismus in Lateinamerika

Gesichter derselben Münze? Erhaltung der biologischen Vielfalt und des Extraktivismus in Lateinamerika

"Unsere Hypothese zeigt, dass Extraktivismus und die Erhaltung der biologischen Vielfalt komplementäre Säulen darstellen, die sich auf die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt sowie auf das Konzept der Natur beziehen."

In dieser Arbeit konzentrieren wir uns auf die Analyse und den Vergleich der Annahmen, die zwei Arten menschlicher Praktiken zugrunde liegen, die als antagonistisch bezeichnet werden: das derzeitige Modell "extraktivistisch" und die mit der Erhaltung verbundenen hegemonialen Praktiken, insbesondere jene aus der Region Naturschutzbiologie. Zu diesem Zweck haben wir drei Annahmen analysiert, die beiden Praktiken gemeinsam sind: ihren globalen Charakter, den Ausschluss des menschlichen Lebens und die Verdinglichung der Natur. Unsere Hypothese zeigt, dass Extraktivismus und die Erhaltung der biologischen Vielfalt komplementäre Säulen darstellen, die sich auf die Beziehung zwischen Mensch und Umwelt sowie auf das Konzept der Natur beziehen.

Angesichts der Enden der Welten, die dem Vormarsch der "Wüste" gegenüberstehen, sind verschiedene Stimmen aufgetaucht. Unter ihnen hat sich die Stimme des "Naturschutzes" in verschiedene Bereiche und Institutionen wie NGOs, Regierungsorganisationen und verschiedene Wissenschaften gefiltert. In dieser Arbeit konzentrieren wir uns auf die Analyse und den Vergleich der Annahmen, die räuberischen Formen der Umwelt zugrunde liegen, und spezifizieren unsere Analyse der Situation in Lateinamerika und des aktuellen sogenannten „extraktivistischen“ Modells sowie insbesondere der mit dem Naturschutz verbundenen hegemonialen Praktiken aus dem Bereich der Naturschutzbiologie. Unsere Hypothese ist, dass trotz der Tatsache, dass Extraktivismus und Erhaltung der biologischen Vielfalt tendenziell als antagonistisch dargestellt werden, beide gemeinsame Grundpfeiler haben, weshalb sie als komplementär verstanden werden sollten, dh als „zwei Seiten derselben Medaille“.

Auf diese Weise schlagen wir vor, dass die Naturschutzbiologie in der hier analysierten Version eine Konfiguration des Sinns für die Natur und der menschlichen Bindung erzeugt, die dem des extraktivistischen Modells gemeinsam ist. Gleichzeitig werden wir mit dem Ziel, künftige Debatten zu eröffnen, versuchen, bestimmte Streitigkeiten, die im Rahmen des Naturschutzes aufgetreten sind, beizulegen, um Elemente für eine Reflexion über neue Horizonte der Umweltpflege bereitzustellen.

Als Handlungsstrategie werden wir einige definierende Merkmale bestimmen, die es uns ermöglichen, die Naturschutzbiologie und den Extraktivismus zu vergleichen. Um die Kategorien zum Vergleich auszuwählen, haben wir vorab Texte gelesen, die als kanonisch für die Naturschutzbiologie verstanden werden, und die Diskurse, die den Extraktivismus analysieren, insbesondere von lateinamerikanischen Autoren. Die drei Dimensionen, die wir erkannt und analysiert haben, sind der globale Charakter, der mit der Idee der Menschheit (I), dem Ausschluss des menschlichen Lebens (II) und der Verdinglichung der Natur (III) verbunden ist.

Später werden wir einige "Ausnahmen", Lecks und Geschichten innerhalb der Naturschutzbiologie vorstellen, die der Logik entgehen, auf die wir zuvor hingewiesen haben. Schließlich bieten wir einige Schlussfolgerungen zu den „intimen“ Verbindungen, die zwischen diesen beiden Ansichten bestehen.

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Quelle: CENSAT



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